Skip to content
Archiviert Historisch · schreibgeschützt
Hondon Valley

Hondón de las Nieves: Trauben in Tüten, Trockensteinhütten und ein Bergbecken

de

Hondón de las Nieves liegt in einer bebauten Senke südwestlich des Vinalopó-Tals. Helle Kalkrücken schützen ein Mosaik aus Reben, Mandeln und Oliven um drei kleine Siedlungen: Hondón selbst, La Canalosa und El Rebalso. Die Landschaft wirkt trocken und steinig, doch ihre Tafeltrauben beruhen auf sorgfältiger Arbeit, die Traube für Traube wiederholt wird.

Ein Becken mit drei Siedlungen

Die Gemeinde liegt zwischen Aspe und La Romana im Norden und der Sierra de Crevillente im Süden. Der Hauptort sammelt sich um Pfarrkirche und Plaza de la Villa; La Canalosa und El Rebalso besetzen kleinere Nischen im selben breiten Agrarbecken. Straßen queren niedrige Pässe, statt einem Flusstal zu folgen. Jede Zufahrt vermittelt dadurch deutlich den Eintritt in eine abgeschlossene Binnenlandschaft.

Hondón de las Nieves unterstand bis 1839 der Gerichtsbarkeit von Aspe. Danach bildete es mit Hondón de los Frailes eine Gemeinde. Diese Ordnung bestand bis 1926, als das südliche Dorf eine eigene Verwaltung erhielt. Beide Gemeinden teilen noch das physische Tal und viele landwirtschaftliche Praktiken, obwohl Grenzen und Geschichten verschieden sind.

Warum die Trauben Papiertüten tragen

Beide Hondón-Gemeinden gehören zum Erzeugungsgebiet der geschützten Ursprungsbezeichnung Uva de Mesa Embolsada del Vinalopó. Ihre kennzeichnende Technik ist wörtlich gemeint: Kurz bevor sich die Trauben färben, stecken Arbeiter um jedes ausgewählte Bündel eine eigene Zellulosepapiertüte. Sie bleibt mindestens sechzig Tage und bis zur Ernte um die Traube.

Die Hülle schützt vor Insekten, Vögeln und leichten Wetterschäden. Sie verändert auch die Reifebedingungen, sorgt für gleichmäßigere Farbe und verzögert die Reife. Die späte Sorte Aledo kann bis November und Dezember am Stock bleiben und verbindet die Vinalopó-Ernte mit Spaniens Silvestertrauben. Die Tüten in den Feldern sind also Arbeitsgerät, keine Dekoration.

Eintüten und Pflücken sind Handarbeit. Die Reihen wirken aus der Ferne regelmäßig, doch gearbeitet wird jeweils an einer Traube und einer Papierhülle. Wasser, Hitze und Arbeitskräfte bestimmen weiterhin, was in diesem halbtrockenen Becken wachsen kann.

Aus den Feldern gebaute Barracas

Hondón de las Nieves besitzt eine große Gruppe kleiner Trockensteinunterstände, örtlich Barracas genannt. Die Gemeinde datiert ihren Bau ab dem frühen 18. Jahrhundert. Bauern und Hirten stapelten unbearbeiteten heimischen Stein ohne Mörtel zu dicken Mauern und Kraggewölben und verwendeten dabei Material, das sie von den umgebenden Parzellen räumten.

Es sind bescheidene Bauten, keine malerischen Häuschen. Sie boten Menschen, Tieren und Werkzeugen in offenen Feldern sofort Schutz. Zwischen Reben und Mandeln verbinden sie Landwirtschaft und Geologie deutlicher als ein großes Denkmal. Der Zustand einzelner Barracas variiert, viele stehen auf Privatland; betrachten Sie sie von anerkannten Wegen, sofern Zugang nicht klar erlaubt ist.

Durch die Kulturlandschaft gehen

  • Nutzen Sie markierte örtliche Routen, um Becken, Pässe und das Verhältnis der drei Siedlungen zu verstehen.
  • Eingetütete Reben fallen vom Sommer bis zur Ernte besonders auf, sind aber Nutzpflanzen auf privatem Arbeitsland.
  • Trockensteinmauern und Barracas sind empfindlich gegen Bewegung und Beklettern. Beobachten Sie sie, ohne Steine zu lösen.
  • Außerhalb der Orte sind Schatten und Wasser knapp; Sommerhitze kann selbst niedrige Wege anstrengend machen.

Unmittelbar südlich liegt Hondón de los Frailes in einem engeren Korridor unter seiner eigenen Sierra. Östlich jenseits der Bergfront verbindet Crevillente dasselbe trockene Kalkland mit der Küstenebene.

Quellen und Prüfung

Geprüft im August 2026 anhand der Gemeindedaten von Hondón de las Nieves zu den Trockenstein-Barracas und örtlichen Landschaftsrouten, der Geschichte des Gemeindearchivs des Kulturministeriums und der Spezifikation des Landwirtschaftsministeriums für eingetütete Vinalopó-Tafeltrauben. Routen, Feldzugang und einzelne Bauten können sich ändern; folgen Sie aktuellen örtlichen Hinweisen.